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22.5.2014 : 18:20 : +0200

Beauty Underneath - Andrew Lloyd Webbers Weiterentwicklung des Phantom-Motivs

Andrew Lloyd Webbers 'Love Never Dies' ist nicht nur inhaltlich auch musikalisch nicht einfach eine Fortsetzung von 'Das Phantom der Oper', selbst wenn sich gezielt eingesetzte längere und eingewebte kürzere Zitate aus dem ersten Stück finden.

Zunächst hört man im Prolog Anklänge an Andrew Lloyd Webbers Musical 'Sunset Boulevard' ("every phantasies set free" ff.), dessen Protagonistin Norma Desmond auch in einer verlorenen skurrilen Showwelt lebt, wie es das Coney Island des beginnenden 20. Jhs. Ist. Diese Welt ist Zufluchtsort und Imperium des Phantoms, oder Mr. Y, wie er sich jetzt nennt. Zu Meeresrauschen und dem Geschrei von Möwen treffen Madame Giry (Sally Dexter) und Fleck (Niamh Perry), eines der bizarren Wesen aus Mr. Ys 'Phantasma' zusammen. Fleck, ihres Zeichens weiblich, macht Madame Giry verantwortlich für das, was geschah: Vergangenes wird lebendig.

Ramin Karimloo als 'Phantom/Mr. Y'

Aus dem ersten Gesprächsteil erwächst der Coney Island Waltz, die eigentliche Ouvertüre, wie der Rückblick ein bekanntes Stilmittel, die orientalische Klänge und die Melodik von Musikorgeln und Showkapelle verbindet. Da passt es, dass man bei "city of wonders" und "all the miracles" an den Hof der Wunder aus dem 'Glöckner von Notre Dame' denkt, auf dem sich Diebe und andere lichtscheue Wesen treffen. An einer Stelle ist das Motiv der Flucht des Phantoms vor seinem grausamen Schicksal auf dem Jahrmarkt in die Katakomben der Pariser Oper eingewebt (Akt 2/Szene 2: Raoul und Madame Giry). Dieses wiederholt sich auch am Ende des Gesprächs von Madame Giry mit ihrer Tochter Meg nach der Varieté-Ensembleszene, in der Klavier und Trompete dominieren (Heaven By The See/Bathing Beauty), und leitet über zum Szenenwechsel in das Domizil des Phantoms, das sich nicht mehr in den Katakomben, sondern in luftiger Höhe befindet: The Aerie. In der Szenen-Ouvertüre werden immer wieder Klangbögen von Dissonanzen gebrochen – Ausdruck für die Unfähigkeit des Phantoms, den Klängen in seinem Kopf, ohne Christine, eine Stimme zu geben. Die Drums beim ersten Auftreten des Phantoms variieren das Erscheinen des "Original-Phantoms". Mit Til I Hear You Sing folgt eine grandiose Komposition Webbers, der Ramin Karimloos Stimme – wandelbar zwischen Oper und rauem Rocktimbre – zusätzliches Strahlen verleiht. Man möchte applaudieren, bis man merkt, das ist nicht live.

In der direkt folgenden Reprise, hören wir Madame Giry in einer Partie mit starken Anklängen an 'Sunset Boulevard' ("Who can see..."). Madame Giry ist nicht mehr länger der gehorsame Schatten des Phantoms, sie hat ihre eigenen Pläne mit dem "'Master". Ihre Rolle ruft Assoziationen an Mrs. Danvers in 'Rebecca' hervor, auch stimmlich.

Mighty Squelch (Adam Pearce), Miss Fleck (Niamh Perry), Dr. Gangle (Adam Jones)

Die folgende Szene am Pier vermittelt die seltsame Welt von Coney Island, dieser zwielichtigen Vergnügungswelt, in der Christine Daaés hohe Sangeskunst eigentlich völlig fehl am Platz ist, aber ihr Gatte Raoul leidet wegen seiner Spiel- und Trunksucht an chronischem Geldmangel und man ging auf Mr. Ys Auftrittsangebot für Christine gerne ein. In "Phantasma" treten die skurrilen Gestalten auf, tätowiert, mit fehlenden Gliedmaßen... die in dieser Welt ihre Daseinsberechtigung gefunden haben: Fleck, die Artistin mit mechanischer Prothese, der tätowierte Mighty Squelch und der Ausrufer Dr. Gangle. Ihre Auftrittsmusik Are You Ready To Begin erinnert an das Auftreten von Kaiphas und Annas in 'Jesus Christ Superstar'. Erbost über das Werbeplakat für die "Freak Show" mit Spiegelkabinett und den mangelnden Respekt, dem man ihm und seiner Frau entgegenbringt, beschuldigt Raoul (Joseph Millson) Christine, Schuld zu sein, dass sie hier sind (What a Dreadful Town). Mit Jähzorn reagiert er auf die Versuche des Sohnes, Gustave, (Charlie Manton), ihn abzulenken. Dass der Junge eine Spieluhr geschenkt bekam, macht ihn nur noch wütender. Christine (Sierra Boggess) versucht vergeblich, den Gatten zu beruhigen. Ihre Sanftheit ist wirkungsvoll gegen Raouls hartes Stakkato gestellt. Zu den ohrwurmverdächtigen Melodien gehört der folgende Wechselgesang zwischen Mutter und Kind, der Antoine de Saint-Exupérys Weisheit "Man sieht nur mit dem Herzen gut" in eine von der Sopranstimme des Knaben bestimmte Komposition fasst, die den Charakter eines Wiegenliedes besitzt: Look With Your Heart.

Sierra Boggess (Christine) und Ramin Karimloo (Das Phantom)

Am Ende hört man Gustaves neues Geschenk mit einer bekannten Sequenz aus dem 'Phantom der Oper': "The angel of music sings songs in my head", die passenderweise das Phantom herbeiruft. Das folgende Stück Beneath the Moonless Sky ist ein überzeugender Ausdruck von Webbers emotionaler Musik, die dem Hörer, noch bevor das Element Sprache dazu kommt, in einer bombastischen Bläser und Geigensequenz vermittelt, was im Phantom und Christine vorgeht. Der Wechsel Bläser – Geigen prägt die gesamte Komposition. Das Stück strahlt wiederum durch die Stimmen der beiden Hauptdarsteller Ramin Karimloo und Sierra Boggess, die das leidenschaftliche Liebesduett zu immer neuen Höhepunkten führen. Ganz nebenbei gibt der Song ein ganz neues Bild von der Intensität der Beziehung beider, für die es in Christines Augen aber kein Heute gibt. Es fragt sich, ob es an dieser Stelle das folgende geigenlastige Duett Once Upon Another Time hätte geben müssen, auch wenn es in zahlreichen Reprisen und im ergreifenden Finalduett noch einmal aufgenommen wird. Seine Funktion in der Geschichte ist, die heutige Lebenswahl beider zu beleuchten. Am Ende kommt Gustave dazu, dem sich das Phantom musikalisch mit den Auftrittsklängen aus der Maskenball-Szene (Das Phantom der Oper) und einer orientalischen Tonfolge vorgestellt. Er verspricht, dem faszinierten Jungen alle dunklen Geheimnisse von Phantasma zu enthüllen. Den Szenenwechsel zum Backstage-Bereich leitet eine instrumentale Reprise von Look With Your Heart ein und nach einer Reprise von Heaven at the Beach treffen Christine und Meg Giry (Summer Strallen) einander. Aus der anfänglichen Freude über das Wiedersehen wird bei Meg Neid, als sie erfährt, dass Christine in ihrem Opening eine Arie singen soll. Parallel begegnet Raoul Madame Giry, die sich um die Buchhaltung kümmert und erfährt, wer Christine für horrendes Geld engagiert hat. Inhaltlich dann eine Farce, gaukelt der Song Dear Old Friend Harmonie vor und lässt an amerikanische Musikfilme, beispielsweise mit Gene Kelly denken.

In die Schlusstöne ist einmal mehr subtil eine Partie aus dem ersten Phantom-Werk Webbers verwoben, die überleitet zur letzten Szene des 1. Aktes, dessen Schauplatz das Domizil und die Illusions-Werkstatt des Phantoms (The Aerie) ist. Unter Fortführung des Songs der drei dienstbaren Geister von Mr. Y wird Gustave dorthin gebracht. Während er auf seinen Gastgeber wartet, hört man ein längeres Zitat aus Angel of Music, bevor sich Gustave als selbstbewusster kleiner Komponist am Klavier entpuppt. Zur engelhaften Sopranstimme Charlie Mantons passt der Titel Beautiful besonders gut. Welch spannender Gegensatz folgt mit Beauty Underneath, ein Song, der unter die Haut geht und einen ganz anderen Andrew Lloyd Webber zeigt. Um die innere Schönheit geht es in dieser Komposition, die anfangs an Jim Steinmans 'Tanz der Vampire' und 'We Will Rock You' anklingt, sich dann aber zu einer ganz eigentümlichen Rockkompostion entwickelt, die das Motiv der Schönheit fortführt. Problemlos wechselt Ramin Karimloo in die raue Bruststimme und geht bis ins strong falsetto. Inhaltlich ist dies ein Zwiegespräch zwischen dem jungen und dem erfahrenen Komponisten – Gustave und dem Phantom, die sich immer näher kommen, auch weil das Kind die Welt des Mr. Y mit seinen mechanischen Figuren nicht schreckt. Das Ganze endet in einem Schrei, als das Phantom im Vertrauen auf die Kraft des Kindes seine Maske abnimmt. Am Ende von Akt 1 konfrontiert das Phantom Christine mit seinem Verdacht, dass Gustave sein Kind ist, das seine Fähigkeiten geerbt hat. In einer Reprise von Once Upon Another Time gibt sie zu, dass Gustave das Kind jener Nacht "beneath a moonless sky" ist, nachdem er aus der Oper geflohen war. Erst sie, dann er singen das Motiv von Til I Hear You Sing aus. Christine verspricht, ihm ihren Auftritt zu widmen, bevor sie mit Mann und Kind Coney Island verlässt. Nicht mehr reduziert, sondern bombastisch illustriert schließt das Motiv aus Beautiful an. Doch Madame Giry hat alles gehört und sieht ihre Pläne für sich und Meg durch den "Bastard" zerstört. Den Ausklang des Finales bildet das Motiv Beneath the Moonless Sky.

Joseph Millson als 'Raoul'
Before the Performance

Der Entr' Acte verwebt kompositorisch Look With Your Heart, Coney Island Waltz, Once Upon Another Time, Beneath the Moonless Sky und Til I Hear You Sing. Beneath the Moonless Sky leitet mit Saxophonklängen über in die Barszene, in der sich Raoul betrunken selbst bemitleidet und sich fragt, wie Christine ihn lieben kann (Why Does She Love Me?) In 'Love Never Dies' ist es Raoul, der von der Maske singt, die er trägt, um die Abgründe seines Selbst zu verbergen. Die Charaktere von Phantom und Raoul haben sich in verschiedene Richtungen entwickelt. Das Saxophon setzt sich in dem sparsam instrumentierten Song fort. Meg Giry kommt mit der Vorwegnahme des Motivs aus dem Finalsong des zweiten Aktes The World Is Hart/Sail Across the Sea dazu und beschwört Raoul, mit der Familie abzureisen. In seinem Stolz verkündet er lauthals, keine Angst vor dem Phantom zu haben. Doch der Beschworene taucht auf und es kommt zu einem Sprech- und Sangesduell (Devil Take the Hindmost) zwischen beiden, in dem die Auftrittssequenz des Phantoms aus der Maskenball-Szene (Das Phantom der Oper) weiterentwickelt wird. Das Phantom offenbart seine Vaterschaft an Gustave und stachelt die Wut Raouls an. Es wettet, dass Christine bleibt, wenn sie für ihn singt.

In Szene 2 haben wir bei der Ankunft der Besucher von Phantasma zwei Reprisen: Heaven By the Sea/Only For You Reprise) und Ladies...Gents/Coney Island Waltz Reprise. In Letzterem finden sich erneut Anklänge an 'Sunset Boulevard'. In Szene 3 hat Meg ihren großen Auftritt zu Bathing Beauty, das jazzig ausklingt. Alle jubeln dem O-la-la-Girl zu, aber die verbitterte Mutter dämpft ihre Freude: Der, dem sie gefallen wollte – ihr Boss – war lieber bei Christine und ihrem Sohn, anstatt ihr Opening anzuschauen (Mama, Did You Watch?). Meg ist außer sich vor Hass. Eine gesummte Reprise von Beautiful leitet über zu Szene 4: Before the Performance in der Garderobe von Christine. Gustave besingt die schöne Mutter und Christine sieht für einen Moment in Raoul wieder den jungen Verehrer aus der Pariser Oper. Raoul will mit ihr sprechen und bittet den Jungen äußerst sanft, sie einen Moment allein zu lassen. In einer Reprise von Why Does She Love Me bittet er sie fast zärtlich, mit ihm zu gehen und nicht für das Phantom zu singen. Direkt anschließend – die Partie gehört noch zu dem einzigen Song von Szene 4 – wird Christine vom Phantom in einer variierten Reprise von Til I Hear You Sing beschworen, ihrer Bestimmung zu folgen und sich der Musik, damit ihre Liebe zu ihm zu weihen und Raoul zurückzulassen. Christine ist in Bedrängnis und ihre Reaktion nimmt in einem deutlichen Zitat ein Motiv aus 'Das Phantom der Oper' wieder auf: Twistet Every Way. Damals bat Raoul sie, die Oper des Phantoms zu singen und Lockvogel für seine Gefangennahme zu spielen. Wieder leitet das Summen des Knaben von Beauty über zur nächsten Szene: Szene 5. Webber lässt Devil Takes the Hindmost im Quartett von Phantom, Raoul, Madame Giry, Meg Giry aufleben. Christine zögert kurz und tritt dann mit dem Titelsong Love Never Dies auf. Andrew Lloyd Webber schrieb den Titelsong schon sehr früh (Die Entstehungsgeschichte erzählt er im Booklet) und gab ihn Kiri Te Kanawa erst als Solo frei, verwendete ihn in 'The Beautiful Game', bevor er dann doch wegen der Aussage in 'Love Never Dies' eingebaut wurde. Er ist eine stark opernlastige Arie, die wie ein Ersatz für das Think on Me des Phantoms der Oper wirkt, aber gegenüber dem Lied der jungen Christine eine deutlich reifere Komposition ist. Das Phantom schwelgt in der Interpretation seiner Musik (Ah, Christine!) und zuerst Christine solistisch, dann beide im Duett stimmen sie eine Reprise von Beautiful über die Schönheit der Komposition an. Christine findet währenddessen einen Brief von Raoul, der im Stück mit einem längeren direkten musikalischen Zitat, aber verändertem Text, aus dem Phantom der Oper intoniert wird: Raoul erscheint in der Garderobe Christines und erinnert sie an die gemeinsame Jugendspiele (Szene 3: Little Lotte/The Mirror (Angel of Music). Am Ende steht der Satz: "The angel of music watch over you now...". Er selbst ist bereits mit einer Kutsche weggefahren, als das Phantom und Christine Gustaves Verschwinden bemerken. Sofort denkt er an Raoul, erfährt aber, dass dieser ohne Begleitung wegfuhr. Als nächstes lässt er Madame Giry vorführen, die entsetzt ist, dass er ihr zutraut seinem Fleisch und Blut etwas zuleide zu tun. Fleck spricht von Megs leerer Garderobe mit zerbrochenem Spiegel und Madame Giry macht sich Vorwürfe, Meg so niedergeschlagen, wie sie war, allein gelassen zu haben. Die Suche endet am Pier, auf den Meg Gustave, der nicht schwimmen kann, gezerrt hat. Das Finale ist ein psychologisch dichter Showdown. Gerade deshalb ist es schade, dass die 14,22 Minuten nicht noch einmal unterteilt wurden, wo hier zahlreiche bestimmende Motive des Musicals in The World Is Hart/The Sea ist Calm" wieder aufgenommen werden. Meg hat jetzt die ganze Aufmerksamkeit des "Masters", die sie wollte (Reprise von Bathing Beauty). Sie zählt auf, was sie alles für ihn auf sich genommen hat und er bedauert, um Vergebung bittend, dass er ihre "Beauty underneath" nicht wahrnahm. Sie lässt das Kind frei und hat die Waffe gegen sich gerichtet, als er den Fehler begeht, Christines Namen zu nennen. Ein Schuss löst sich. Sterbend offenbart Christine ihrem Kind, wer sein wahrer Vater ist und bittet ihn, als er zurückweicht, sich an ihre Übereinkunft zu erinnern: „Look With Your Heart Reprise. Während der Knabe schluchzt, kommt es zu einem letzten Liebesduett des Phantoms und Christine als Reprise von Once Upon Another Time, an deren Ende ihr die Stimme versagt. Er verspricht ihr, dem Kind alles zu geben, was er kann. Ganz sanft klingt die Handlung mit dem Motiv von Look With Your Heart aus, das Vater und Sohn zusammenführt, bevor instrumental nach Til I Hear You Sing die Grundaussage Beauty Underneath und ein letztes Mal Look With Your Heart verwebt werden.

Devil Take the Hindmost

Mit dieser DoppelCD gibt es zeitgleich zur Uraufführung eine komplette Studioaufnahme, die einen sehr guten Eindruck des Stückes vermittelt. Das Booklet ordnet die Musical-Nummern den Szenen und Orten zu, was dem, der das Stück noch nicht live gesehen hat, hilfreich ist. Leider findet sich nur bei der 3teiligen Deluxe-Fassung, die auch eine DVD mit dem Making of enthält, das Libretto mit Ortsangaben und Regiehinweisen abgedruckt. Wenn die Studio-Cast auch weitgehend der Besetzung der Weltpremiere entspricht, wurde doch die Rolle der Madame Giry und damit neben Phantom und Christine eine der Hauptrollen, für die Bühne noch einmal umbesetzt: Auf der CD singt Sally Dexter diesen Part, seit der Weltpremiere am 9. März 2010 steht Liz Robertson auf der Bühne. Die Rolle des Dr. Gangle wird auf der CD von Adam Jones und auf der Bühne von Jami Reid-Quarrell performt. Von den alternierenden Jungdarstellern des Gustave ist Charlie Manton auf der CD mit seiner schönen Sopranstimme zu hören.

Es ist fast so, als seien nicht nur Das Phantom und Christine erwachsen geworden, auch musikalisch ist Andrew Lloyd Webbers "Phantom" gereift. In 'Love Never Dies' entwickelte der Autor und Komponist Motive aus dem ersten Teil weiter. Die "wörtlichen" und variierten Zitate machen die Partitur besonders spannend für den, der 'Das Phantom der Oper' kennt. Es ist, als ob beide Phantom-Stücke aus einer Quelle und Grundidee hervorgegangen wären. Webbers Werk enthält einige Anleihen des Komponisten bei sich selbst, wie sie alle großen Komponisten, von der klassischen Musik bis in die Musicalszene, unternehmen. Dazu kommen emotionale Kompositionen zwischen bombastischen Klangbögen und Melodien von schlichter Klarheit. Die dichten, teils psychologischen Songtexte Glenn Slaters passen sich der musikalischen und inhaltlichen Doppelbödigkeit von Beauty / Beauty Underneath an und vervollständigen das Bild.

 

(Barbara Kern)

 

Schauen SIe auch das Video zu 'Til I Hear You Sing', dem großen Solo des Phantoms, mit Ramin Karimloo
und lesen Sie in Deutsch oder auch im Original das ausführliche Interview mit Raoul-Darsteller Joseph Millson

 

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