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Deutsch
22.5.2014 : 18:22 : +0200

CD-Präsentation am
9. und 10. Mai 2008

Festspielhaus Füssen

 

 

mit
Janet Marie Chvatal
Marc Gremm

sowie: Volker Bleck, Thomas Königs, Boris Ritter,       Kinderchor der Anton-Sturm-Volksschule Füssen, Prinzengarde Schwangau

Filmreife Leistung

"Warum werden solche Shows eigentlich nicht im Fernsehen übertragen?" Dieser Frage einer begeisterten Besucherin der TRUE LOVE Gala schließen wir uns gerne an. Zeigten doch Janet Marie Chvatal und Marc Gremm einmal mehr, dass es sehr wohl möglich ist, höchsten künstlerischen Anspruch mit einer abwechslungsreichen Show zu verbinden. Und dabei noch Gutes zu tun.

Im Füssener Festspielhaus gab es am 9. und 10. Mai 2008 eine Premiere der besonderen Art: Janet Marie Chvatal und Marc Gremm, die über die Region hinaus bekannten und beliebten Musical- und Opernsänger, präsentierten ihre zweite gemeinsame CD. Wohl wegen des etwas unglücklich gewählten Termins vor den Pfingstfeiertagen waren vor allem am Freitag einige Plätze frei geblieben - der Begeisterung tat dies jedoch keinen Abbruch.

True Love
© www.fotostudio-samer.de

Stimmungsvoll wie ein Hollywood-Film

Genau wie im Film 'High Society', so spielte auch beim Eröffnungslied der Gala in Füssen ein Segelboot mit. Janet Marie Chvatal und Marc Gremm fuhren stilecht per Boot auf die Bühne, zu den Klängen der Titelmelodie des Films und dem Titelsong der neuen CD, die erstmals dem Publikum präsentiert wurde: TRUE LOVE.

Im Hintergrund die Projektion eines Flusses, Nebel auf der Bühne... die Illusion war perfekt und ging beim folgenden 'Some Enchanted Evening' in eine wunderbare Abendstimmung über.

Schon von den ersten Minuten an wirkte diese Gala wie ein Gesamtkunstwerk: perfekt die Übergänge von Lied zu Lied, hervorragend die szenische Ausgestaltung und stets passend gewählt auch die Kostüme. Deutlich war zu spüren, mit wie viel Hingabe und Liebe zum Detail Janet Marie Chvatal sich der künstlerischen Konzeption des Abends gewidmet hat.

So dienten genau abgestimmte Projektionen als Hintergrund für die musikalischen Darbietungen:

My Heart Will Go On
© www.fotostudio-samer.de

'One Day I'll Fly Away' zeigte den Flug einer Möwe, bei 'The Rose' blühten auf der Leinwand Rosen und während 'As Time Goes By' wähnte man sich direkt in Rick's Café Américain. Genau im richtigen Maß wurden diverse Kulissenteile eingesetzt, die jedes Lied zu einer eigenen Szene im Füssener 'True Love Film' machten. Während  'Come What May' aus dem Film 'Moulin Rouge' dominierte ein riesiger roter Fächer die Bühne, nach der Ballonfahrt, die man bei 'Somewhere Over The Rainbow' auf der Leinwand mitverfolgen konnte, schwebte Janet Chvatal für das als Duett vorgetragene 'My Heart Will Go On' selbst im echten Ballon auf die Bühne. Und den Oldtimer, der bei 'American Dream' vom Grafen Pocci persönlich auf die Bühne gesteuert wurde, kann man wirklich nur als "amerikanischen Traum" bezeichnen.

Mit Charme und Stimme

Durchweg auf höchsten Niveau zeigten sich Marc Gremm und Janet Marie Chvatal auch gesanglich. Einer der Höhepunkte gleich zu Beginn: Über dem Wasser ging ein Vollmond auf, die Bühne lag im Dunkel und nur Janet Marie Chvatal stand in hellem Mondlicht - Verzeihung, Spotlicht - und interpretierte 'Moon River'. Eine Darbietung, die gut und gerne an einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt hätte stattfinden können. Weltformat hat nicht nur ihre Sopranstimme, in die Janet Marie Chvatal sogar noch in den höchsten Tonlagen eine fast unglaubliche Sanftheit legt. Weltformat hat auch ihre stilvolle Darbietung, die bei allem Gefühl nie ins Kitschige abdriftet.

Marc Gremm überzeugte einmal mehr mit seinem klangvollen Bariton. Vor allem seine Interpretationen der Sinatra-Stücke berühren und verzaubern. Kennern wird aufgefallen sein, dass Marc Gremm eine neue Leichtigkeit beim Singen entwickelt hat, so dass die Wärme seiner Stimme noch besser zur Geltung kommt. Stimmgewaltig intonierte er 'Thunderball' - wäre er James Bond, hätten die Gegner spätestens beim Schlusston ('muss er nicht mal Luft holen?') keine Chance mehr gehabt.

Im Kino mit Janet Chvatal und Marc Gremm
© www.fotostudio-samer.de

Dass beide Künstler zudem über ein bemerkenswertes komödiantisches Talent verfügen, zeigte sich bei 'Heulsuse'. Marc Gremm als verspäteter Kinobesucher verscheucht zunächst das auf "seinen" Plätzen sitzende Paar. Als echter Kerl erklärt er dem verduzten Publikum, das sich teils plötzlich auf der Leinwand wiederfindet, was man als Mann von "Frauenfilmen" hält: nichts natürlich. Man(n) schaut sich sowas nur an, um bei der Angebeteten zu punkten. Diese nimmt dann auch schon mit Popcorn beladen in der ersten Reihe neben ihm Platz. So fasziniert, wie Janet Marie Chvatal die Leinwand betrachtet, sieht man förmlich den traurig-schönen Liebesfilm ablaufen. Den Mann neben ihr lässt die Filmschnulze natürlich völlig kalt. Völlig? Naja, so ein bisschen gerührt scheint er doch zu sein, und während seine Herzensdame mit dem Film beschäftigt ist und ihn gar nicht richtig wahrnimmt, kämpft er gegen die Emotionen. Er verliert und bricht am Ende des 'Films' weinend über der erstaunten Liebsten zusammen.
Die (Lach)Tränen laufen inzwischen auch beim Publikum... das die gelungene Szene mit begeistertem Beifall belohnte.

Tanzeinlagen und Gitarrenklänge

"Mr. Kelly auf die Bühne. Mr. Gene Kelly bitte" - vergeblich ruft der Regisseur nach seinem Hauptdarsteller und mit einem genervten "alles muss man selber machen" wirbelte dann "Regisseur" Volker Bleck mit Regenschirm und Steppschuhen selbst singend über die Bühne. Live am Klavier gab Boris Ritter für 'Singin' In The Rain' den Takt vor. Volker Bleck, der auch für die gelungene Choreographie der Gala verantwortlich zeichnete, war später zusammen mit Maresa Glasmann nochmals bei der stimmungsvollen Tanzeinlage während 'All The Way' zu sehen.

Maresa Glasmann und die übrigen Damen der Prinzengarde Schwangau erschienen außerdem zu James-Bond-Klängen als Schattengestalten oder wirbelten in blauen Glitzerkostümen schwungvoll über das Parkett. Eher ruhig hingegen wurde es, als Thomas Königs mit klassischer Gitarre die wunderbare musikalische Untermalung für 'Cry Me A River' und 'As Time Goes By' schuf. Die Mädchen und Jungen des Chores der Anton-Sturm-Schule Füssen hatten ihren großen Auftritt am Ende des ersten Teils. Bei 'The Rose' harmonierte der Kinderchor fantastisch mit den Stimmen von Marc Gremm und Janet Chvatal.

Das große Finale der True Love Gala in Füssen
© www.fotostudio-samer.de

Im großen Finale standen dann alle Mitwirkenden zu 'What a Wonderful World' noch einmal gemeinsam auf der Bühne. Und es herrschte Einigkeit bei Publikum und Künstlern, dass die Welt doch wirklich wunderbar sein kann. An diesem Abend in Füssen zumindest war sie es.

(Sylke Wohlschiess)


Der MusicalClub24 dankt dem Fotostudio Samer, Füssen, für die gelungenen Fotografien. Mehr Fotos dieser Veranstaltung gibt es in unserer 'Galerie'. Detaillierte Informationen zum Projekt TRUE LOVE, zu den Mitwirkenden bei der Gala und die ausführliche Setlist des Abends finden Sie hier im Anschluss.

Das Projekt TRUE LOVE

Wieder einmal fand sich im Füssener Festspielhaus der passende Rahmen für eine besondere Veranstaltung. Denn mit TRUE LOVE haben Janet Marie Chvatal, Marc Gremm und alle anderen Mitwirkenden viel mehr als 'nur' eine wunderbare CD geschaffen. TRUE LOVE ist ein Projekt mit einer einzigartigen Botschaft der Liebe. Für die Lieder auf dieser CD wurden musikalische Paten gefunden, die ihr Musikstück einem Menschen gewidmet haben, der ihnen ganz besonders am Herzen liegt.

Dazu Janet Marie Chvatal: „ Diese CD erzählt großartige und gefühlvolle Liebesgeschichten. Romantische Melodien, die wir alle kennen, tragen uns fort aus dem Alltag zu einem Platz, an dem wir unsere persönlichsten Momente und die Nähe zu einem geliebten Menschen fühlen können. Erinnerungen überfluten uns.. und wir wissen, warum gerade dieser Mensch unserem Leben einen Sinn gibt…“

In Füssen waren sowohl die Paten unter den Gästen, als auch einige der Menschen, die sich über dieses außergewöhnliche Geschenk freuen durften. Für manche war die Überraschung groß, als plötzlich der eigene Name bei der Bühnenansage von Janet Marie Chvatal genannt wurde. Andere waren schon im Vorfeld 'eingeweiht'. Allen gemeinsam aber war und ist die Begeisterung für diese Idee und die Freude, Teil eines solchen Projektes sein zu dürfen.

Marc Gremm bedankt sich: „Janet und ich danken allen Paten, die uns ihre ganz persönlichen Geschichten erzählt haben“. Geschichten, so unterschiedlich wie die Menschen, die sie erlebten. Sie erzählen von der Liebe fürs Leben oder von einer Liebe, die niemals Wirklichkeit wurde. Von der Zuneigung zwischen Eltern und Kindern oder der tiefen Bindung zur besten Freundin. Von Liebe, die über den Tod hinaus anhält und von der ersten ganz großen Liebe.

So individuell diese Geschichten auch sind, so wird sich doch jeder von uns in der einen oder anderen selbst wiederfinden. Die Emotionen gehen von Herz zu Herz und aus den individuellen Erlebnissen der Paten erwächst eine einzige große Botschaft: die Botschaft von Liebe, tiefer Freundschaft und gegenseitiger Unterstützung.

Durch die musikalischen Patenschaften konnte ein Großteil der Produktionskosten im Vorfeld gedeckt werden, der Reinerlös aus dem Verkauf der CD kann deshalb direkt der Kinderkrebshilfe Königswinkel e.V. zugute kommen.

Seit Jahren schon engagieren sich Janet Marie Chvatal und Marc Gremm für diese Hilfsorganisation. Das gespendete Geld wird nicht nur zur Anschaffung von Medikamenten und medizinischem Gerät verwendet. Es hilft auch, den Kindern kleine Träume zu erfüllen, die ihnen helfen, Abstand von ihrem Schicksal zu gewinnen, wieder in eine kindgerechte Welt einzutauchen und so neue Kraft zu tanken.

Als Gastsolisten auf der CD dabei sind drei weitere namhafte Künstler aus der Musicalszene: Jan Ammann, Bruno Grassini und Kevin Tarte. Arrangiert und dirigiert von Nic Raine schafft das Prager Philharmonic Orchester den musikalischen Rahmen für die wunderschönen Filmmelodien.

Die CD TRUE LOVE kann über die Internetseiten der Künstler bestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.marcgremm.de und www.janetchvatal.de.

Die Mitwirkenden der Gala

Janet Marie Chvatal
schloss ihr Musikstudium an der Universität Boston mit Auszeichnung ab, bevor die gebürtige US-Amerikanerin u.a. mit Leonard Bernstein und Jose Van Dam arbeitete. Nach ihrer ersten Hauptrolle in Broadway's am längsten gelaufenem Musical 'The Fantastiks', glänzte sie als 'Christine' in der weiblichen Hauptrolle von Andrew Lloyd Webbers 'Phantom der Oper' in Wien. Bei der Welturaufführung des Musicals 'Ludwig²' spielte sie die österreichische Kaiserin Elisabeth und verzauberte die Musicalliebhaber erneut mit ihrer einmalig schönen Sopranstimme.

Marc Gremm
begann seine musikalische Ausbildung bei Mark Garcia und Opernsängerin Eva Randova, bevor er seine Studien in den USA vertiefte. Er wirkte in unterschiedlichen Stuttgarter Produktionen als Solist mit und war auch bei 'Tanz der Vampire' zu sehen. Das Füssener Publikum liebt Marc Gremm als Premierenbesetzung des 'Graf Dürckheim' aus 'Ludwig²'. Auch in der Titelrolle als Ludwig II begeisterte er mit seinem warmen, wohlklingenden Bariton.

Gemeinsam treten Janet Marie Chvatal und Marc Gremm weltweit bei zahlreichen Musical- und Opernkonzerten auf, gemeinsam engagieren sie sich auch für soziale Einrichtungen und Organisationen.

Volker Bleck
studierte in Mannheim Ballett, Schauspiel und Gesang. Zahlreiche Engagements führten den vielseitigen Künstler u.a. nach Linz, Karlsruhe und Dresden, wo er auch als Choreograph in Musicals und Operetten tätig war. An der Staatsoperette Dresden choreographierte er u.a. 'On The Town', den ersten Ballettabend seit über 15 Jahren.

 

Das Copyright aller Fotos liegt bei Fotostudio Samer, Füssen.
Vervielfältigung ist nicht gestattet.

Thomas Königs: Gitarre
Boris Ritter: Klavier

 
Kinderchor der Anton-Sturm-Volksschule Füssen
Chantal Akgün, Maria Algül, Karahan Altun, Elena Baumgartner, Johanna Beyer, Melike Bodak, Berat Dag, Sirin Deveci, Natascha Franz, Vanessa Geiger, Christina Gerter, Marcella Giarrizo, Philipp Hamel, Laura Hareiß, Nicole Heimerl, Sarah Huber, Lea Jakob, Yasmin Jochem, Baris Karaman, Julian Kuschmierz, Louise Lawson, Magdalena Mayr, Tamara Milakovic, Dejan Milanovic, Suat Mirza, Christina Mirza, Sophia Neumann, Korhan Özcan, Jessica Peyrl, Katharina Pichler, Raphaela Poltmann, Marina Poltmann, Johannes Reinold, Letizia Roccaforte, Laura Rosenberger, Mario Ruschel, Buket Saritas, Philipp Sattelberger, Jasmin Scheck, Birsen Sen, Caroline Sturm, Anna-Lena Weihgold, Angelina Weng, Jennifer Weyerer, Ezge Yilmaz, Mirjam Zahn, Nicole Zimnol.

Chorleiterin: Nicoletta Schelldorf
organisatorisches Multitalent: Winfried Gössler

Prinzengarde Schwangau
Maresa Glasmann, Nadine Grünwald, Tina Hengge, Lucie Hipp, Lisa Jüttner, Daniela Karg, Regina Mayr, Veronika Renk, Katja Unger

Setlist

MUSIKTITEL INTERPRET/-IN WISSENSWERTES
die fett gedruckten Titel sind auch auf der CD TRUE LOVE enthalten
1. Teil    
True Love Janet und Marc Für ‚True Love’ aus dem Musical-Film ‚High Society’ (‚Die oberen Zehntausend’) mit Grace Kelly und Bing Crosby in den Hauptrollen, erhielt Komponist Cole Porter im Jahre 1957 eine Oscar-Nominierung. Im Film geht es um ein geschiedenes Paar, Daisy und Dexter, das sich kurz vor Daisys zweiter Hochzeit wieder trifft. Der Song ‚True Love’ zeigt die beiden in einer Rückblende während der Flitterwochen, die sie damals auf einem Segelboot mit diesem Namen verbrachten. Der Text handelt von der wahren Liebe, die so groß ist, dass sogar der Schutzengel nichts zu tun hat… Nach vielen Irrungen und Wirrungen erkennen Daisy und Dexter, wem ihre wahre Liebe gehört. Im Film spielten auch Frank Sinatra und Celeste Holm mit, Louis Armstrong hatte mehrere kleine Auftritte mit seiner Jazz-Band.
Some Enchanted Evening Marc ‚Some Enchanted Evening’ wurde für das hierzulande fast unbekannte Musical „South Pacific“ von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein geschrieben. Das Musical gewann 1950 neun Tony Awards, die Verfilmung von Regisseur Joshua Logan wurde 1958 mit dem Oscar für die beste Filmmusik ausgezeichnet. Im zweiten Weltkrieg treffen auf einer Insel im Südpazifik Nellie und Emile, Liat und Joe aufeinander, die sich trotz aller Rassen- und Standesunterschiede ineinander verlieben. Doch es erfordert Mut, sich zu seinen Gefühlen zu bekennen und allen Gefahren zu trotzen. Auch der US-Sänger Art Garfunkel interpretiert ‚Some Enchanted Evening’ auf seinem gleichnamigen zwölften Soloalbum.
Moon River Janet ‚Moon River’, getextet von Johnny Mercer und komponiert von Henry Mancini, wurde 1962 mit dem Oscar für den besten Filmsong geehrt und durch den US-Spielfilm ‚Breakfast at Tiffany’s (‚Frühstück bei Tiffany’) bekannt. Die unvergessene Audrey Hepburn verliebt sich als schillerndes Partygirl ‚Holly Golightly’ in den mittellosen Schriftsteller ‚Paul Varjak’. Doch sie verleugnet ihre wahren Gefühle, denn sie verfolgt mit eisernem Willen das Ziel, sich reich zu verheiraten. Kurz vor der Hochzeit mit einem brasilianischen Großgrundbesitzer sagt man ihr Verbindungen zu einem stadtbekannten Gangsterboss nach. Der politisch einflussreiche Brasilianer fürchtet um seinen Ruf, die Hochzeit findet nicht statt. Holly landet im Gefängnis. Paul jedoch, der längst erkannt hat, dass unter Hollys lebenslustiger Fassade ein zutiefst verängstigter Mensch steckt, setzt alle Hebel in Bewe-gung. Er erreicht ihre Freilassung und in einem dramatischen Finale finden die beiden endlich zueinander.
Heulsuse Janet und Marc 64 Heiratsanträge während der Aufführungen auf der Bühne des New Yorker Westside Theatres – und keiner wurde abgelehnt. Die Musical-Comedy ‚I love you, you’re perfect, now change’ mit der schwungvollen Musik von Jimmy Roberts und den treffenden Texten von Joe DiPietro zog 1996, ein Jahr nach der Uraufführung, an den New Yorker Off-Broadway und begeistert seither weltweit in 200 Städten und 10 Übersetzungen die Besucher. Lachtränen sind garantiert, wenn in 17 sitcom-artigen Szenen die uns allen nur zu gut bekannten Stationen moderner Beziehungen mit einem Augenzwinkern beleuchtet werden: das erste Date, der Geschlech-terstreit beim Autofahren… oder etwa der Macho, der bei ‚Heulsuse’ in einen Frauenfilm geschleppt wird und die Konsequenzen tragen muss. Wie schafft man es nur, den endlich gefundenen „perfekten Partner“ möglichst gründlich zu verändern?
Cry Me A River Janet und Thomas Königs (Gitarre) Künstler aus den unterschiedlichsten Genres haben ‚Cry Me A River’ interpretiert: Country-Legende Joan Baez, Joe Cocker, Barbra Streisand, die kanadische Jazzpianistin Diana Krall und – man glaubt es kaum – die US-Rockband Aerosmith, um nur einige zu nennen. Die erste und wohl auch die bekannteste Veröffentlichung von Julie London datiert bereits aus dem Jahre 1955. Ursprünglich schrieb Arthur Hamilton den Song über das Ende einer Liebesbeziehung aber für Ella Fitzgerald, die ihn im Film ‚Pete Kelly’s Blues’ singen sollte. Der Filmproduzent bestand jedoch auf Textänderungen, die Hamilton strikt ablehnte. So erschien die Version von Ella Fitzgerald erst 1961 auf ihrem Album ‚Clap Hands, Here Comes Charlie!’. ‚Cry Me A River’ ist im US-Spielfilm ‘The Girl Can’t Help It’ von 1956 ebenso zu hören, wie in den neueren Kinostreifen ‚Passion of Mind’ (‚Tiefe der Sehnsucht’) und ‚V for Vendetta’.
Come What May Janet und Marc Rasante Kameraführung, schnelle Schnitte, grelle Bilder – ‚Moulin Rouge’, das Musical-Filmdrama von Baz Luhrmann aus dem Jahr 2001, ist ein elektrisierendes Leinwandspektakel der besonderen Art. Paris, 1899: Santine, Star des ‚Moulin Rouge’, trifft auf Christian, einen englischen Schriftsteller, der vom reichlich schrägen Theaterensemble sofort als Autor aufgenommen wird. Santine und Christian verlieben sich, müssen dies jedoch vor dem ‚Duke’ geheim halten, der selbst ein Auge auf Santine geworfen hat und deshalb das Stück finanziert. Christian fügt ‚Come What May’ als heimliche Liebeserklärung an Santine in das Theaterstück ein. Immer, wenn sie dieses Lied hört, soll sie ab sofort an ihn denken…Als die beiden Liebenden verraten werden, will der Duke Christian aus Eifersucht ermorden lassen. Theaterdirektor Zidler erfährt davon und offenbart Santine, dass sie unheilbar krank sei, aber Christians Leben mit ihrer Abweisung retten könne. Santine folgt seiner Bitte. Christian jedoch kehrt ins ‚Moulin Rouge’ zurück, landet während der Premiere mitten auf der Bühne und die Liebe zwischen ihm und Santine wird deutlich. Christian entgeht dem Mordanschlag, muss aber wenig später das Sterben seiner geliebten Santine miterleben.
One Day I'll Fly Away Janet Die Hauptdarsteller Nicole Kidman und Ewan McGregor tanzen und singen in ‚Moulin Rouge’ alle Nummern selbst. In ‚One Day I’ll Fly Away’ träumt Santine von einer besseren Zukunft. Diese wunderschöne Ballade aus der Feder von Joe Sample mit dem Text von Will Jennings, wurde zuvor schon von Randy Crawford inter-pretiert. In ‚Moulin Rouge’ finden sich übrigens unzählige Elemente und Zitate, sowohl aus anderen Filmsongs, als auch aus aktuellen Pop- und Rocknummern.
Thunderball Marc Kein geringerer als ‚The Tiger’ Tom Jones singt den Titelsong des gleichnamigen James Bond Thrillers aus dem Jahre 1965 (dt. ‚Feuerball’). Zum vierten Mal rettet Sean Connery als Geheimagent im Auftrag Ihrer Majestät die Welt vor dem Untergang. Die Verbrecherorganisation ‚Phantom’ hat ein NATO-Flugzeug mit zwei Atombomben an Bord entführt und fordert ein hohes Lösegeld, ansonsten würde eine Millionenstadt dem Erdboden gleich gemacht. Im Wettlauf mit der Zeit trifft James Bond wie immer auf schöne Frauen und eiskalte Gegner. Die alles entscheidende Unterwasserschlacht findet vor den Bahamas statt. ‚Thunderball’ erhielt als einziger James Bond Film einen Oscar – die Auszeichnung für die besten Spezialeffekte. 1983 kam das Remake ‚Sag niemals nie’ in die Kinos.
Somewhere Over The Rainbow aus dem Off In den USA kennt jedes Kind das Buch ‚Der Zauberer von Oz’, die fantastische Geschichte des Mädchens Dorothy, das von einem Wirbelsturm direkt ins Zauberland Oz geweht wird. Zusammen mit dem Blechmann, dem feigen Löwen und der Vogelscheuche macht sie sich auf den Weg zum Zauberer, der ihr bei der Rückkehr in ihre eigene Welt helfen soll. Erst da entpuppt sich dieser als Scharlatan und guter Rat ist teuer. Aber da ist ja auch noch die gute Hexe Glinda… Der Musicalfilm aus dem Jahre 1939 mit der jungen Judy Garland in der Hauptrolle zählt in den USA zu den bekanntesten Filmen überhaupt und war zudem einer der ersten in Technicolor gedrehten Streifen. Genauso erfolgreich wie der Film selbst wurde auch das Lied ‚Over The Rainbow’ (‚Über dem Regenbogen’). Bereits wenige Tage nach der Filmpremiere waren vier Versionen auf dem Markt, die alle die Top Ten erreichten. 1940 gab es für Komponist Harold Arlen und Texter E.Y. Harburg den Oscar für den besten Filmsong. Bis heute steht ‚Over The Rainbow’ an der Spitze der ‚Songs of the Century’, einer 2001 vom Verband der US-amerikanischen Musikindustrie RIAA veröffentliche Liste der wichtigsten amerikanischen Lieder. Das gerade als deutsche Erstaufführung in Stuttgart angelaufene Musical ‚Wicked’ erzählt die Vorgeschichte zum ‚Zauberer von Oz’.
My Heart Will Go On Janet Das wohl berühmteste Passagierschiff der Welt: die Titanic. 1912 wurde es auf der Jungfernfahrt von South-ampton nach New York von einem Eisberg gerammt und sank. Vor diesem historischen Hintergrund spielt die fiktive Liebesgeschichte zwischen Rose, dem jungen Mädchen aus besseren Kreisen, und dem mittellosen Jack Dawson. Allen Klassenunterschieden zum Trotz wollen Rose und Jack zu ihrer Liebe stehen… doch Jack stirbt in den eisigen Wassern des Atlantiks. Das US-Drama aus dem Jahre 1997 zählt mit sage und schreibe elf Oscars, u.a. bester Film, beste Regie und beste Musik zu den erfolgreichsten Werken der Filmgeschichte. Céline Dion sang den ebenfalls oscarprämierten Song ‚My Heart Will Go On’, wohl eines der ergreifendsten Liebeslieder aller Zeiten. Insgesamt gab es für ‚Titanic’ mehr als 90 Auszeichnungen und Preise von Institutionen auf der ganzen Welt.
The Rose Janet, Marc und Kinderchor In wunderschönen Worten erzählt das Lied ‚The Rose’ von Glauben an die Liebe, den man auch in schweren Zeiten immer bewahren soll: „Doch vergiss’ nicht, an dem Zweig dort, der im Schnee beinah erfror, blüht im Frühjahr eine Rose, so schön wie nie zuvor“. Geschrieben wurde ‚The Rose’ von Amanda McBroom für den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1979. Die Handlung des Films ist frei erfunden, erinnert jedoch stark an das exzessive Leben der legendären Janis Joplin, das szenisch und musikalisch einfühlsam interpretiert wird. Bette Midler erhielt für ihre Darstellung der Rocksängerin ‚Mary Rose Foster’ einen Golden Globe als beste Schauspielerin in einem Musicalfilm, der Titelsong wurde ebenfalls mit einem Golden Globe ausgezeichnet.
2. Teil    
American Dream Marc Das Musical ‚Miss Saigon’ von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg spielt in Saigon, während der letzten Wochen des Vietnamkriegs. In einem Nachtclub lernt der junge GI Chris das vietnamesische Barmädchen Kim kennen, beide verlieben sich ineinander. Doch der Krieg spitzt sich zu und mit dem letzten Hubschrauber ver-lässt auch Chris das Land - ohne Kim, die kurz darauf einen Sohn zur Welt bringt. Erst drei Jahre später erfährt Chris, der sich in den USA ein neues Leben aufgebaut und geheiratet hat, zufällig von dessen Existenz. Mit seiner Frau Ellen reist er wieder nach Saigon. Kim hat nie an seiner Rückkehr gezweifelt, erwartet ihn voller Vorfreude und auch der Barbesitzer glaubt, dass sich nun sein ‚American Dream’ erfüllen und Chris sie alle mit in die Staaten nehmen wird. In einem dramatischen Finale klärt sich die Situation, doch es kommt zur Katastro-phe: Kim nimmt sich das Leben, weil sie glaubt, nur so ihrem Sohn ein besseres Leben in den USA ermöglich-en zu können. Sie stirbt in Chris’ Armen. ‚Miss Saigon’ wurde 1989 in London uraufgeführt und feierte in der Übersetzung von Heinz Rudolf Kunze ab 1994 in Stuttgart ebenfalls große Erfolge.
Diamonds Are A Girl's Best Friend Janet Das Musical ‚Blondinen bevorzugt’ (‚Gentlemen Prefer Blondes’) von Jule Styne und Leo Robin feierte 1949 in New York Weltpremiere und wurde 1953 mit der unsterblichen Marilyn Monroe als Showgirl Lorelei Lee verfilmt. Zusammen mit ihrer Freundin und Kollegin Dorothy Shaw, im Film dargestellt von Jane Russell, steigt sie auf ein Schiff nach Europa, wo sie den reichen Gus heiraten will. Bespitzelt von Ernie Malone, den Gus’ miss-trauischer Vater engagiert hat, und hereingelegt von einem adligen Passagier gerät Lorelei in Verdacht, ein wertvolles Diadem gestohlen zu haben. Bis alle Verliebten letztlich zueinander finden, sind noch einige Hürden zu nehmen. Der Song ‚Diamonds Are A Girl’s Best Friend’ wurde vom American Film Institute auf Rang 12 der 100 besten amerikanischen Filmsongs gewählt und wird oft in anderen Filmen wiedergegeben, beispielsweise auch in ‚Moulin Rouge’.
Singin' In The Rain Volker Bleck und Boris Ritter (Klavier) ‚Singin’ In The Rain’ (‘Du sollst mein Glücksstern sein’) aus dem Jahr 1952 gilt als Höhepunkt des Musicalfilm-Genres. Die Handlung ist eine Reminiszenz an die Vergangenheit der Kinogeschichte und thematisiert mit intelligentem Witz Probleme und Problemchen der Stummfilmdiva Lina Lamont, die so gar nicht damit zurecht kommt, dass nun der Ton die Musik angibt. Unvergessen die energiegeladenen Tanzszenen von und mit Gene Kelly, dessen Tanzchoreografie sich fantastisch mit der Szenenregie von Stanley Donen ergänzt. Gene Kelly interpretiert auch den Titelsong, der schon 1929 von Nacio Herb Brown und Arthur Freed komponiert wurde.
Something Stupid Janet und Marc 1967 erreichten Frank Sinatra und seine Tochter Nancy mit diesem Song Platz 1 der Charts in den USA und Großbritannien. Bisher sind die Sinatras das einzige Vater-Tochter-Duett, das in den USA jemals die Hitpara-den anführte. Noch im selben Jahr wurde diese Aufnahme für einen Grammy nominiert. Die Originalversion stammt von Carson Parks, der auch die Musik und den Text schrieb, und das Duett zusammen mit Gaile Foote schon ein Jahr zuvor aufnahm. Die wohl bekannteste neuere Version stammt aus dem Jahr 2001. Im Duett mit Nicole Kidman landete Robbie Williams mit ‚Something Stupid’ in Großbritannien ebenfalls einen Nr. 1 Hit.
As Time Goes By Janet und Thomas Königs (Gitarre) „Ich seh’ Dir in die Augen, Kleines“ – weltberühmt das Zitat von Rick, alias Humphrey Bogart, weltberühmt und ausgezeichnet mit drei Oscars der Film, aus dem es stammt: ‚Casablanca’. Zweiter Weltkrieg – die größte Stadt Marokkos dient als Drehscheibe für die Flucht aus dem kriegsgeschüttelten Europa in die USA. Zwei ermordete deutsche Offiziere, zwei verschwundene Transitvisa, korrupte Polizisten und mutige Widerstandskämpfer, eine Liebesaffaire – und das Ende mit den Worten „Louis, ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freund-schaft.“ Bereits 1931 schrieb Herman Hupfeld ‚As Time Goes By’, bekannt wurde der Song aber erst 1942 durch den Film und die Interpretation von Dooley Wilson als Sam, der Pianospieler in Ricks Café Américain. ‚You must remember this, a kiss is just a kiss…’
Share A Dream Janet und Marc Schon vor einigen Jahren schrieb Nic Raine die Musik für das Lied ‚Share A Dream’. Geplant war, den Song für einen James Bond Film zu nutzen, dann wurde dafür eine seiner anderen Kompositionen verwendet. So hat ‚Share A Dream’ jetzt Premiere, mit einem Text, den Nic Raine vor einigen Monaten hoch über den Wolken im Flugzeug geschrieben hat. Nic Raine ist ein international gefragter Dirigent, Arrangeur und Komponist. Er arran-gierte zahlreiche Filmmusiken, u.a. für zwei James-Bond-Streifen und den neuen Kinohit ‚Alexander’, außerdem war er musikalischer Leiter der Ludwig²-Produktion in Füssen. Eine jahrelange, enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit John Barry, ebenso arbeitet er sehr erfolgreich mit Weltstars wie Paul McCartney und Jean Michel Jarre.
All The Way Janet (Tanz: Volker Bleck und Maresa Glasmann) Auch dieses Lied war ein Riesenerfolg für Frank Sinatra. Komponiert von James Van Heusen und getextet von Sammy Cahn, wurde ‚All The Way’ bei der Oscarverleihung 1958 – übrigens die erste Verleihung, die komplett live im Fernsehen übertragen wurde – mit dem Preis für den besten Filmsong ausgezeichnet. ‚The Joker Is Wild’ (‘Schicksalsmelodie’) basiert auf der Lebensgeschichte des US-Schauspielers Joe E. Lewis, im Film dargestellt von Frank Sinatra. Joe E. Lewis, gefeierter Star eines kleinen Nachtclubs in Chicago, nimmt trotz aller Warnungen wohlmeinender Freude ein Engagement in einem bekannteren Club an. Zunächst läuft alles bestens – schon am ersten Abend ist ein Plattenproduzent unter den Gästen, die erste Scheibe ‚All The Way’ wird produziert. Doch der Ex-Chef macht seine Drohungen wahr: sein Schlägertrupp verletzt Joe schwer, an Auftritte ist nicht mehr zu denken, auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist seine Stimme nicht mehr wie vorher. Er resigniert, nimmt ein Engagement als Musikclown an… und lernt schließlich Letty Page kennen. Doch auch ihr kann er sich nicht ganz anvertrauen. 1999 nahm Céline Dion ‚All The Way’ erneut auf, zusammen mit der Stimme von Frank Sinatra aus dem Jahr 1963.
My Way Janet und Marc Ende 1966 schrieb der Chansonnier Claude Francois die Ballade ‚For You’, die vom Scheitern einer Liebes-beziehung erzählt. Gemeinsam mit seinen Kollegen Jacques Revaux und Gilles Thibault änderte er kurz darauf Melodie und Text – so entstand das französische Chanson ‚Comme d’habitude’, das bis heute zu den meist-gesungenen Titeln Frankreichs zählt. Anfang 1968 hörte der kanadische Musiker Paul Anka bei einem Besuch in Paris das Lied und war so begeistert, dass er sich die Rechte an einer englischen Adaption sicherte. Trotz anfänglicher Skepsis konnte er seinen Wunschinterpreten gewinnen: Frank Sinatra. 1969 erschien die erste Single, noch mit eher durchschnittlichem Erfolg. Im Laufe der Jahre aber erreichte ‚My Way’ vor allem in Europa Spitzenpositionen in den Charts. Als Rückblick auf ein bewegtes Leben, mit Höhen und Tiefen und der Aussage ‚I did it my way’ wurde der Titel so etwas wie eine persönliche Hymne des legendären Künstlers. Bis zum Ende seiner Bühnenkarriere hat Frank Sinatra ‚My Way’ mehr als 1.000 Mal live gesungen. Unzählige Coverversionen entstanden – sogar Elvis Presley hat ‚My Way’ 1976 als Single veröffentlicht. Bemerkenswert auch, dass Gennadi Gerassimow, 1989 Sprecher des damaligen sowjetischen Außenministers Eduard Schewardnadse, die Bedeutung des Textes politisch interpretierte. Er kreierte den Begriff der ‚Sinatra-Doktrin’ als Beschreibung der Nichteinmischungspolitik von Michail Gorbatschow, die es den übrigen Staaten des Warschauer Paktes ermöglichte, ihre inneren Angelegenheiten selbst zu regeln, also ‚ihren Weg’ zu gehen.
Fly Me To The Moon Janet und Marc 20. Juli 1969: Millionen Menschen verfolgen gebannt die Mondlandung der Apollo 11. Das Lied, das als musikalischer Gruß per Funk vom Mond zur Erde übermittelt wird: ‚Fly Me To The Moon’, in der 1964er-Version von Frank Sinatra und Count Basie. Ursprünglich nannte Komponist und Songtexter Bart Howard sein Werk aus dem Jahre 1954 ‚In Other Words’. Der erfolgreichen Erstaufnahme von Felicia Sanders folgte im Jahr 1960 in der Version von Jazzsängerin Mabel Mercer und mit neuem Titel der Durchbruch zum internationalen Tophit. Bis heute wurde ‚Fly Me To The Moon’ in mehreren hundert Versionen von unzähligen Künstlern der unterschiedlichsten Stilrichtungen aufgenommen. Nat King Cole, Judy Garland und Tom Jones gehören ebenso dazu, wie Robbie Williams und Roger Cicero, der das Lied mit deutschem Text singt.
New York, New York Marc Martin Scorsese führte Regie in diesem sehr stimmungsvoll inszenierten US-Musikfilm aus dem Jahr 1977, der als Hommage an das alte Broadway-Showbizz gilt. Schauplatz ist – natürlich – New York. Musiker Jimmy Doyle (Robert de Niro) und Sängerin Francine Evans (Liza Minnelli) werden ein Paar und spielen gemeinsam in einer Band. Doch bald stellt sich heraus, dass die unterschiedlichen Karrierevorstellungen nicht harmonieren. Der beruflichen Trennung folgt das Ende der Liebesbeziehung. Francine avanciert zum Hollywoodstar, Jimmy führt erfolgreich einen Nachtclub. Sie verabreden sich nach Jahren zu einem letzten Rendezvous… Der Titelsong von Komponist John Kander und Texter Fred Ebb wurde vor allem durch Frank Sinatras Aufnahme von 1979 berühmt. Liza Minnelli, die das Lied im Film singt, und Sinatra haben ‚New York, New York’ auch live im Duett präsentiert. Ob in der Football-Arena der New York Yankees, bei öffentlichen Anlässen oder privaten Festen: „If I can make it there, I’m gonna make it anywhere“ ist das perfekte Motto in der Stadt, die niemals schläft.
What A Wonderful World alle Grüne Bäume, blühende Blumen, die Farben des Regenbogens und Freunde, die sich die Hände reichen: Als Texter Bob Thiele und Komponist George David Weiss ‚What A Wonderful World’ schrieben, wollten sie an diese kleinen Glücksmomente des Lebens erinnern. Auch - oder erst recht - in Zeiten politischer Krisen und menschlicher Tragödien können diese vermeintlichen Kleinigkeiten neue Energie bringen, deshalb solle man sich diese immer bewusst machen. Gesungen von Louis Armstrong wurde die Single im Herbst 1967 erstmals veröffentlicht. Bis heute hat die Botschaft des Songs nichts an Aktualität verloren. In krassem Kontrast zu Bildern von Bombenangriffen, Krieg und völliger Zerstörung wurde ‚What A Wonderful World’ im US-Streifen ‚Good Morning, Vietnam’ eingespielt. Auch im Trickfilm ‚Madagaskar’, in ‚12 Monkeys’ und ‚Rendezvous mit Joe Black’ wurde der Song verwendet.