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22.5.2014 : 18:21 : +0200

15. und 16. Februar 2008
Festspielhaus Füssen

 

 

mit
Jan Ammann
Janet Marie Chvatal
Bruno Grassini
Sarah Schütz

begleitet von der Musical People Band

...und es fiel Gold von den Sternen

Groß war die Vorfreude, hoch die Erwartungen. Zum ersten Mal, seit der Schlussvorhang des Musicals Ludwig² gefallen war, standen Janet Marie Chvatal, Bruno Grassini und Jan Ammann wieder gemeinsam auf der Bühne des Festspielhauses. Die Vierte im Bunde war die bislang in Füssen noch unbekannte Sarah Schütz. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von der Musical People Band aus Stuttgart. Die musicalbegeisterten Besucher strömten ins Festspielhaus - und erlebten eine Gala der großen Gefühle, mit Künstlern von Weltformat.

Nach einem Medley aus 'Que Sera Sera', 'O Sole Mio' und 'That's Amore' begrüßte 'Sisi' Janet Marie Chvatal das Publikum mit einigen launigen Worten über Feiertage, die Liebe und besondere Geschenke. Ein solches Geschenk sei dieser Abend, an dem die vielen Facetten der Liebe musikalisch erzählt würden. Dabei solle es im zweiten Teil um die schönen Seiten der Liebe gehen, um Kaiser, Prinzessinnen und Märchenschlösser, im ersten Teil aber um den Schmerz, der leider oft zur Liebe gehört, um Charaktere voller Leid und Leidenschaft.

Sarah Schütz © MusicalClub24

Sarah Schütz

Mit ‚Nur für mich’ aus ‚Les Misérables’ eröffnete Sarah Schütz die rund zweistündige Vorstellung. Vom ersten Moment an nahm sie die Zuschauer mit ihrem klangvollen Mezzosopran gefangen, der besonders in den mittleren Tonlagen eine wunderbare Klangfarbe mit starkem Wiedererkennungswert besitzt. In den Höhen wirkt der Gesang ab und an vielleicht noch etwas angestrengt, wobei man aber nicht vergessen darf, dass beispielsweise ‚Totale Finsternis’ aus ‚Tanz der Vampire’ nicht gerade zu den einfachen Partien gehört. Besonders erstaunlich ist die Wandlungsfähigkeit dieser jungen Musicalsängerin. Weint sie eben noch als ‚Eponine’ um eine Liebe, die niemals sein kann, so gibt sie Minuten später ebenso überzeugend die laszive Prostituierte Lucy aus ‚Jekyll & Hyde’. Sarah Schütz - ein Name, den man sich mit Sicherheit merken sollte. Ihr Weg führt sie im Juni 2008 zunächst zu den Thuner Seefestspielen, wo sie ab Juli 2008 als Rosalia und Cover Anita in der ‚West Side Story’ zu sehen sein wird.

 

 

Bruno Grassini © MusicalClub24

Bruno Grassini

‚Jekyll & Hyde’ ist eines der Stücke, mit denen Bruno Grassini sich bestens auskennt, hat er doch bereits in der Wiener und Kölner Produktion dieses Frank Wildhorn-Werkes den gespaltenen Charakter des Dr. Jeykll verkörpert. ‚Dies ist die Stunde’ erzählt vom wichtigs-
ten Moment im Leben des Dr. Jekyll – und wird von Bruno Grassini absolut authentisch vermittelt. Nachdem er später in nahezu hals-
brecherischer Geschwindigkeit ‚Getting Married Today’ aus Sondheims ‚Company’ vorträgt und tosenden Beifall erntet, schafft der gebürtige Italiener einen der beeindruckendsten Momente dieser Gala: ‚Quiet Love’ erzählt von einem Mann, der seiner Angebeteten nur mittels der Gebärdensprache seine Gefühle gestehen kann. Mit Bruno Grassinis klarer Stimme und seiner eindringlichen Gestik und Mimik wird dieses Stück zum ruhigen Moment mit höchstem künstlerischem Anspruch. Alles andere als ruhig dagegen wirbelt er als Lucheni über die Bühne, wenn er das Publikum kritisch, ja zynisch mit der allgemeinen Verklärung der Kaiserin Elisabeth konfrontiert. Was soll man dazu noch sagen? Bruno Grassini ist diese Rolle wie auf den Leib geschrieben – und sicher freuen sich nicht nur seine Fans auf die Neuinszenierung des wunderbaren Musicals ‚Elisabeth’ im Theater des Westens in Berlin.

Unter Regie von Harry Kupfer wird Bruno Grassini dort ab April 2008 wieder in die Rolle des Attentäters schlüpfen. Mitglieder im MusicalClub24 können ihn dort zu besonders günstigen Preisen erleben…

Janet Marie Chvatal © MusicalClub24

Janet Marie Chvatal

Aber zunächst ging der ‚Elisabeth’-Block in Füssen weiter… Janet Marie Chvatal bot mit ‚Ich gehör’ nur mir’ eines der umjubelten Glanzlichter des Abends. Ihr glockenklarer und dennoch wunderbar warmer Sopran macht dieses Lied zu einem Erlebnis. Es gibt sicher nicht viele Sänger-
innen, die den sehr hohen Schlusston mit derselben unglaublichen Leichtigkeit singen können, wie Janet Marie Chvatal. Ebenso über-
zeugend – und mit blonder Perücke auch optisch ganz Eva Perón – ihr ‚Don’t Cry For Me Argentina’. Im zweiten Teil könnte man fast sagen, dass ‚Gold von den Sternen’ fiel… so, wie es im Solo der Baronin von Waldstätten in Kunze/Levay’s ‚Mozart’ heißt. Einer der absoluten Höhepunkte war gegen Ende das Duett aus dem ‚Phantom der Oper’, bei dessen Koloraturen Janet Marie Chvatal einmal mehr ihre hervorragend ausgebildete klassische Gesangsstimme voll zum Einsatz bringen konnte. Dass sich ihre Stimme in nahezu unbeschreiblicher Harmonie mit dem Bariton von Jan Ammann ergänzt, ist dem Füssener Publikum natürlich nichts Neues, sah man beide doch lange Zeit gemeinsam im Musical ‚Ludwig²’ auf der Bühne.

 

Jan Ammann © MusicalClub24

Jan Ammann

Am heutigen Abend durften sich die Besucher nicht nur auf die schon bekannten Interpretationen von Jan Ammann freuen, sondern kamen auch in den Genuss einiger 'Premieren'. Kaum zu glauben, dass er nicht mindestens schon 200 Vorstellungen als Graf von Krolock hinter sich hat, so überzeugend waren seine ‚Unstillbare Gier’ und die ‚Totale Finsternis’. Die Bühne des Festspielhauses versank gleichsam, und man wähnte sich mitten im Schloss des finsteren und doch so faszinierenden Grafen. Mit schier unglaublichem Stimmvolumen singt Jan Ammann noch die schwierigsten Passagen scheinbar ohne jegliche Anstrengung. Fast könnte man meinen, die Töne warten nur darauf, endlich freigelassen zu werden. Würde er bei 'Elisabeth' spielen, man könnte sich fast nicht entscheiden, ob man ihn lieber als Kaiser Franz Josef oder als 'der Tod' hören möchte - hervorragend interpretierte er beide Rollen, sowohl stimmlich als auch schauspielerisch. Egal, ob bei ‚Sterne’ aus ‚Les Misérables’ oder als 'Phantom' –  seine unverwechselbare Stimme berührt und verzaubert. A propos Zauber - ein solcher lag auch auf dem Biest, das einsam in seinem Schloss lange auf die Schöne warten musste, deren Liebe allein den Fluch brechen und dem Prinzen seine wahre Gestalt zurückgeben konnte. Als die einzige Chance vertan scheint, kommen in ‚Wie kann ich sie lieben’ die Höllenqualen dieser Kreatur zum Ausdruck. Hatte Jan Ammann bei seinen Auftritten im Theater am Potsdamer Platz in Berlin im letzten Jahr natürlich noch Maske und Kostüm, um diese Gestalt glaubhaft zu verkörpern, so schaffte er genau das in Füssen alleine mit seiner Stimme und seinem Schauspiel. So war dies sicher einer der ergreifendsten Momente der Valentinsgala. Sein Können wird Jan Ammann diesen Sommer erneut unter Beweis stellen, wenn er bei den Bad Hersfelder Festspielen erstmals die Titelrolle in ‚Dr. Jekyll & Mr. Hyde’ übernehmen wird. Man darf gespannt sein.

Unvergessen - Das Musical Ludwig²

An Emotionen durch nichts zu überbieten waren für Darsteller und Publikum gleichermaßen die Lieder, die zu hören ein Großteil der Menschen ins Festspielhaus gekommen waren. „Endlich“ – so ertönte es aus dem Publikum, als Janet Marie Chvatal im ‚Roseninsel-Kleid’ auf die Bühne trat. Ihre Ankündigung des Ludwig²-Teils ging in tosendem Applaus unter, sichtlich gerührt nicht nur die Künstler. Auch im Publikum floss so manche Träne und beileibe nicht nur bei den Damen.
‚In Palästen geboren’, ‚Schwarze Schatten’ und ‚Kalte Sterne’ wurden zum Triumph, der das Publikum zu minutenlangen standing ovations von den Sitzen riss. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann nur, dass dieser Teil des Abends gut und gerne doppelt so lang hätte ausfallen dürfen.

Marc Gremm © MusicalClub24

Bei der Zugabe gab es noch eine besondere Überraschung: Marc Gremm, wohlbekannt als 'Graf Dürckheim', befand sich unter den Zuschauern. Seinen Kollegen war dies natürlich nicht verborgen geblieben und so wurde er für das große Finale, dem ‚Schloss der Zukunft’ aus ‚Ludwig²’ auf die Bühne gebeten und mit frenetischem Beifall empfangen.

Eine rundum gelungene Gala

Die Valentinsgala in Füssen glänzte nicht nur durch einmalige Sänger-
innen und Sänger, sondern auch durch die hervorragende Musical People Band, die mit ihrem Sound die richtige musikalische Begleitung schuf. Ab und an waren bei den leiseren Tönen die Instrumente etwas zu dominant, aber diese kleinen Tonprobleme taten der Stimmung keinen Abbruch.

Hat man oft bei Konzerten dieser Art den Eindruck, dass Musicals und Lieder ziemlich willkürlich aneinander gereiht werden, so war dies bei der Valentinsgala erfreulicherweise völlig anders. Nicht nur die Auswahl der Stücke, sondern auch deren Reihenfolge und der Einsatz der Kulissen waren hervorragend durchdacht. Man merkte, dass Janet Marie Chvatal, der auch die künstlerische Leitung dieser Gala oblag, mit ganzem Herzen dabei war. Sie und ihr Team haben in der stilvollen Atmosphäre des Festspielhauses wieder einmal ein wunderbares Gesamterlebnis geschaffen. Ein Abend, der allen, die dabei waren, sicher lange im Gedächtnis bleiben wird.

Zur Erinnerung bzw. als kleines Trostpflaster für die Daheimgebliebenen, gibt es exclusiv beim MusicalClub24 eine umfang-
reiche Fotogalerie mit den stimmungsvollen Aufnahmen von Peter Samer, dem Inhaber des Fotostudios Samer in Füssen.

Schlussapplaus © MusicalClub24

Setlist

MUSIKTITEL INTERPRET/-IN WISSENSWERTES
1. Teil    
Que Sera Sera alle ---
    Ray Evans und Jay Livingston komponierten diesen Song im Jahre 1956 für den Hitchcock-Krimi 'Der Mann, der zuviel wußte'. Auf Deutsch bedeutet der Titel "Was sein wird, wird sein". Im Lied stellt ein Kind seiner Mutter Fragen über die Zukunft. Als das Kind erwachsen ist, wird es wiederum vom eigenen Kind mit der selben Frage konfroniert - die Antwort ist stets "que sera sera".
O Sole Mio alle ---
    Der neapolitanische Komponist Eduardo Di Capua komponierte im April 1898 dieses Lied, das übersetzt mit "Meine Sonne" betitelt ist. 'O Sole Mio' wurde zu einem der berühmtesten Lieder der Welt. Die erste Studioaufnahme mit Enrico Caruso erschien 1916, unzählige weitere Veröffentlichungen folgten.
That's Amore alle ---
    Komponiert im Jahre 1952 von Harry Warren mit Text von Jack Brooks, wurde dieser Song ein Jahr später für Dean Martin zum Hit.
Nur für mich Sarah Schütz Eponine ("Les Misérables")
    Eponine beweint ihre unglückliche Liebe zu Marius. Einsam steht sie in der Nacht, träumt von ihm - und muss doch erkennen, dass er ihre Liebe niemals erwidern wird.
Sterne Jan Ammann Javert ("Les Misérables")
    Inspektor Javert schwört, den flüchtigen Sträfling Jean Valjean zu stellen. Vollkommen überzeugt, das Richtige zu tun, fühlt er sich als Vertreter Gottes auf Erden, in dessen Namen er nicht eher ruhen wird, bis Valjean wieder hinter Gittern sitzt.
Dies ist die Stunde Bruno Grassini Dr. Jekyll ("Dr. Jekyll & Mr. Hyde")
    Nahezu besessen von der Idee, das Gute vom Bösen im Menschen zu trennen, entschließt sich Dr. Jekyll zum Selbstversuch. Er sieht sich an der Schwelle zu größtem wissenschaftlichem Ruhm und trinkt das Elixier, das tatsächlich zur Spaltung seines Wesens in Dr. Jekyll und Mr. Hyde führt. Die Konsequenzen allerdings sind ihm zu diesem Zeitpunkt nicht klar...
Komm schaff' die Männer ran Sarah Schütz Lucy ("Dr. Jekyll & Mr. Hyde")
    Bitter und zynisch besingt die Prostituierte Lucy ihre Hassliebe zu den Männern, die ihre Dienste in Anspruch nehmen.
Getting Married Today Bruno Grassini Amy/Paul/Priester ("Company")
    Ein 'dreigeteiltes' Lied in halsbrecherischer Geschwindigkei, bei dem Amy die bevorstehende Hochzeit mit Paul am liebsten platzen lassen würde, während Paul zunächst im 7. Himmel schwebt...
Quiet Love Bruno Grassini ---
    Geschrieben wurde dieses Lied vom französischen Chansonnier Charles Aznavour. Es erzählt von einem Mann, der die Gebärdensprache erlernt, um sich seiner großen Liebe erklären zu können.
Don't Cry for me Argentina Janet Marie Chvatal Eva Perón ("Evita")
    Vom Balkon des Präsidentenpalastes hält Eva Perón eine leidenschaftliche Rede und wird vom Volk mehr bejubelt, als ihr Gatte, der neu gewählte Präsident. Evita ist 'eine aus dem Volk', die es bis ganz nach oben geschafft hat. Dass sie ihren Einfluss für persönliche Zwecke benutzt, wird erst später klar.
Die unstillbare Gier Jan Ammann Graf Krolock ("Tanz der Vampire")
    Fast menschliche Züge zeigt der finstere Vampir, als er seine Geschichte erzählt. Er singt von seiner tiefen Sehnsucht nach Liebe und von der bitteren Erkenntnis, dass diese auf ewig unstillbar bleiben muss. Auch den 'Sterblichen von morgen' prohezeit er ein Leben, das letztlich nur von der Gier regiert wird, nicht etwa von menschlichen Werten.
Totale Finsternis Jan Ammann/Sarah Schütz Graf Krolock und Sarah ("Tanz der Vampire")
    Die junge Sarah kann der Anziehungskraft des Grafen Krolock nicht mehr widerstehen und lässt sich auf das gefährliche, tödliche Spiel ein.
Tonight Bruno Grassini/Janet Marie Chvatal Tony und Maria ("West Side Story")
    Tony, der zu den "Jets" gehört, verliebt sich in Maria, eine Puertoricanerin. Nach einer Tanzveranstaltung folgt Tony ihr bis nach Hause und sie gestehen sich gegenseitig ihre Liebe. Sie träumen sich fort aus der Gegenwart, in der diese Liebe zum Scheitern verurteilt ist.
2. Teil    
Kitsch Bruno Grassini Lucheni ("Elisabeth")
    Sehr kritisch steht Lucheni der Verehrung gegenüber, die 'Sisi' heute noch zuteil wird. Was blieb denn von ihrem Leben, so fragt er das Publikum, was - außer Kitsch?
Nichts ist schwer Jan Ammann/Janet Marie Chvatal Franz Josef und Elisabeth ("Elisabeth")
    Kurz nach der Hochzeit glauben sowohl Kaiser Franz Josef als auch 'Sisi', dass ihre Liebe alle Schwierigkeiten überwinden wird.
Ich gehör' nur mir Janet Marie Chvatal Elisabeth ("Elisabeth")
    Die junge Kaiseren wehrt sich gegen Hofetikette und Zwang. Sie will sich nicht zur Marionette machen lassen, sondern ihr eigenes Leben nach ihren eigenen Vorstellungen führen.
Wenn ich tanzen will Jan Ammann/Janet Marie Chvatal 'Der Tod' und Elisabeth ("Elisabeth")
    Elisabeth ist soeben zur ungarischen Königin gekrönt worden. Sie fühlt sich stark und will sich aus dem Bannkreis des Todes befreien. Sie glaubt, ihn für ihre Zwecke benutzen zu können. Der Tod aber gibt ihr zu verstehen, dass ihre neue Stärke und Unabhängigkeit nur Schein sind. Elisabeth dagegen glaubt, sie spiele nun nach ihren Regeln, sie 'tanzt, wie es ihr gefällt'.
Märchen schreibt die Zeit Sarah Schütz Madam Pottine ("Die Schöne und das Biest")
    Wird der Zauber brechen? Madame Pottine, die Haushälterin, die durch den Fluch in eine Teekanne verwandelt wurde, merkt, dass das Biest gelernt hat zu lieben. Wird Belle diese Liebe erwidern?
Wie kann ich sie lieben? Jan Ammann Das Biest ("Die Schöne und das Biest")
    Im Westflügel, dessen Betreten das Biest strengstens untersagt hat, findet Belle die verzauberte Rose. Als sie diese berühren will, wird sie vom Biest überrascht, das sie zurückreißt. Erschreckt von der Heftigkeit des Biests flieht Belle. Das Biest bereut sein Verhalten zutiefst, doch - zu spät. Alle Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Zerrissenheit seiner Existenz schreit es in tiefster Seelenqual heraus.
Gold von den Sternen Janet Marie Chvatal Baronin von Waldstätten ("Mozart")
    Mozart befindet sich kurz vor dem Aufbruch zu einer Reise nach Wien, die sein Vater ihm allerdings nicht erlauben will. Die mütterliche Freundin und Mäzenin Baronin von Waldstätten gibt dem Vater zu verstehen, dass sein Sohn selbst sein Leben leben muss. Dem Sohn dagegen macht sie klar, dass er die schützenden Mauern der Kindheit überwinden muss, damit eben dies möglich wird.
Wie kann es möglich sein? Bruno Grassini Erzbischof Colloredo ("Mozart")
    Colloredo steht fassungslos vor Mozarts Genie, dessen außergewöhnliche Musikalität er - zutiefst widerwillig - als Gabe Gottes anerkennen muss. Mozarts menschliche Schwächen allerdings verachtet er - und er versucht weiterhin, ihn zu disziplinieren.
In Palästen geboren Jan Ammann/Janet Marie Chvatal Ludwig und Sisi ("Ludwig²")
    Ludwig und Sisi treffen sich auf der Roseninsel, dem heimlichen Treffpunkt seit ihren Kindertagen. Sie träumen von einer gemeinsamen Zukunft - dies es doch nie geben wird.
Schwarze Schatten Bruno Grassini Der Schattenmann ("Ludwig²")
    Keiner hat etwas gesehen, alle schauen weg - und so kann der Schattenmann seinen tödlichen Auftrag ausführen. Doch wer trägt nun tatsächlich die Schuld?
Kalte Sterne Jan Ammann Ludwig ("Ludwig²")
    Ludwig bekämpft seine Depressionen. Er wird sich seiner Stellung bewusst und schwört, dass nun eine neue Zeit anbreche. Seine Vision vom 'Schloss der Zukunft' soll wahr werden. Nicht Tod und Zerstörung sollen sein Reich kennzeichnen, sondern Hoffung und Zuversicht sollen regieren.
Alles Bruno Grassini/ Sarah Schütz D'Artagnan und Constance ("Die drei Musketiere")
    Der junge D'Artagnan und Constance, die Kammerzofe der Königin Anna, gestehen sich ihre Liebe.
Musik der Nacht Jan Ammann Das Phantom ("Phantom der Oper")
    Das Phantom hat Christine in seinen Schlupfwinkel in den Katakomben der Pariser Oper entführt. Mit seinem Lied wirbt das Phantom um die Liebe Christines.
Das Phantom der Oper Jan Ammann/Janet Marie Chvatal Das Phantom und Christine ("Phantom der Oper")
    Christine ängstigt sich und kann sich doch der Anziehungskraft des Phantoms nicht entziehen. Er ist es, der sie singen lehrte - jetzt singt sie für ihn.
Zugabe: Finale - Schloss der Zukunft alle und Special Guest Marc Gremm Ensemble ("Ludwig²)
    Die Vertrauten und das Volk König Ludwigs schwören ihm ewige Treue über den Tod hinaus. In seinem Namen und mit seiner Führung werden sie seine Träume verwirklichen. Er wird niemals tot sein, sondern auf ewig in den Herzen der Menschen weiterleben. Im Unterschied zum Schlussakt des Musicals stand hier der König selbst mit auf der Bühne.
     

(Texte und Fotos: Sylke Wohlschiess)