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22.5.2014 : 18:20 : +0200

Farbenfroher Broadway-Knüller mit Tiefgang - 'Hairspray' in Merzig

... bevor es in diesem Sommer zunächst am 5. Juli in München ins Deutsche Theater bewegt und nun am 27. Juli 2012 in den Zeltpalast in Merzig einzog und Broadway-Feeling verbreitete – mit einem beeindruckenden Ensemble, das sich bei 35 Grad Außentemperatur auf der Bühne die Seele aus dem Leib sang und vor allem tanzte.

Vom ersten Moment an rissen die 27 Akteure und die 10-köpfige Band unter Leitung von Jeff Frohner das Premierenpublikum mit, sodass mit Szenen- und spontanem Zwischenapplaus die zweieinhalb Stunden wie im Flug vergingen.
Die komplette Rezension gibt es hier.

O-Töne von Carin Filipčić, Dirk Johnston und Jana Stelley - 'Wenn Rosenblätter fallen' auf Tour

um: Ist es nicht unheimlich schwierig, dieses Thema ins Unterhaltungstheater zu transportieren?

CF: Ich finde das so lustig. Wir sagen alle, es ist mutig, ein solches Thema ins Musical zu bringen. Im Grunde sehen wir aber alle, dass es notwendig und gut ist. Wir sehnen uns alle danach, im Theater von einem Stück berührt zu werden. Gleichzeitig haben wir Angst davor. Dieses Musical ist definitiv ein Stück, von dem du berührt wirst – egal auf welcher Ebene. Trotzdem gibt es das unterhaltende Element. Iris platzt buchstäblich in Tills Leben hinein und mit ihr eine Gegenbewegung zu seiner Trauer. Sie bringt Witz in sein Leben.

Die kompletten O-Töne der drei Hauptdarsteler zum Stück lesen Sie hier.

"Sie reden immer noch von Elisabeth" – das Erfolgsstück verjüngt auf Jubiläumstournee

So frisch, wie beim umjubelten Tourauftakt die Schlussapplausmusik erklingt, so hat das Premierenpublikum zuvor 'Elisabeth' im Kölner Musical Dome erlebt. Das Stück aus der Feder von Sylvester Levay und Michael Kunze ist lebendiger denn je. Nicht nur, dass die schicksalshafte, musikalische Biographie der österreichischen Kaiserin durch ihre durchdachte Dramaturgie und mitreißende Musik immer wieder berührt — mit der jungen Besetzung wirkt auch die erneut durch Regisseur Harry Kupfer überarbeitete Inszenierung frisch und lebendig.

 

Unsere Rezension zur Premiere lesen Sie hier.

Biblisches Gemälde mit zeitloser Symbolik - Neuinszenierung von 'Jesus Christ Superstar' in Tecklenburg

Welches ist jedoch die Geschichte, die die Tecklenburger Neuinszenierung erzählt. Am Anfang steht symbolisches Handeln: Aus einem gelegten Kreuz nimmt ein Junge den verbindenden roten Schlussstein. Seine Aktion wirkt wie ein Initiationsritus: Die Apostel kommen und greifen jeder einen der weißen Kreuzsteine, um den Glauben an Jesus Christus in alle Himmelsrichtungen zu tragen und Menschen zu sammeln — entsprechend des biblischen Auftrags an Petrus, Menschenfischer zu sein. Die Ouvertüre wird auf diese Weise zu einem lebendigen Bühnenereignis und bereitet das Auftreten Jesu vor. Von hinten mit einer Zweierreihe Spots angestrahlt, tritt er zwischen die Menschen, grüßt jede Gruppe und segnet den jeweiligen Jünger. Es ist ein Idealbild der Verbreitung des Glaubens, das hier dem dramatischen Geschehen vorangestellt wird – wie Pilatus nach seinem Traum fragt der Regisseur: "Was ist geschehen? Wie fing alles an?"
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O-Töne von Autorin und Hauptdarstellern - 'Die Päpstin' in Fulda

'Die Päpstin' ist bereits die dritte Uraufführung eines historisch mittelalterlichen Stückes, das von der 'Spotlight Musicalproduktion GmbH' auf die Bühne gebracht wird. Bereits 2004 feierte Fulda die Premiere von 'Bonifatius' am Originalschauplatz, und 2007 fand die Premiere von 'Elisabeth — Die Legende einer Heiligen' am Originalschauplatz in Eisenach, zu Füßen der Wartburg, statt.

Anlässlich der Pressekonferenz am 1. September 2010 konnten wir erste Stimmen mit der bereits zu diesem Zeitpunkt feststehenden Hauptdarstellerin Sabrina Weckerlin und der Autorin der Romanvorlage, Donna W. Cross, einfangen. Als etwaiger Kandidat für die Rolle des Gerold stand auch Mathias Edenborn für ein Gespräch zur Verfügung.
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Von der Lust und Last des Wünschens - 'Into the Woods' in Kassel

Wie ein einzelner, achtloser Wunsch in 'Into the Woods' eine Reihe nicht endender Wünsche auslöst — so kann ein glimmendes Streichholz einen Waldbrand entzünden. Wir können nur erahnen, ob diese Assoziationskette auch Regisseur Matthias Davids und Bühnenbilder Mathias Fischer-Diskau zu ihrem Welt-Hölzer-Set inspirierte, das, wer 'Into the Woods' in Kassel gesehen hat, nicht mehr vergisst. Mit dem Fortlauf des Geschehens verändert sich dieses lebendige Bühnenbild, unterstützt von atmosphärischem und Weg weisendem Licht (Beleuchtungsmeister: Alfred Geisel). Der Wald wird dichter, und die vormals roten Köpfe werden mit der unheilvollen Erfüllung der Wünsche schwarz wie schließlich auch die geknickten Streichhölzer selbst im düsteren Wald des bedrohten Märchenreiches.

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Eine quietschbunte Zeitreise in die 1950er - 'Grease' on Tour in Berlin

Nach 9 Jahren Berlin-Abstinenz kehrt 'Grease' zurück, aber diesmal in den Admiralspalast. Am Abend des 3. März 2011 feierte das Kultmusical seine umjubelte Premiere.
Lars Redlich
in der Rolle des Frauenhelden 'Danny Zuko' überzeugt auf ganzer Linie. Den markanten 'Burger-Palace-Gang' Anführer verkörpert er genauso gut wie den Halbstarken, der 'Sandy Dumbrowski', gespielt von Sanne Buskermolen, endlich erobern möchte. Einerseits ist er der coole, begehrenswerte Macho, den alle Mädchen der Rydell High lieben, wenn er jedoch Sandy begegnet, wird er weich wie ein kleiner Junge, der zum ersten Mal verliebt ist und versucht es dann wieder cool zu überspielen. Diese Mischung macht ihn zu einem Highlight der Show.

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