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Deutsch
22.5.2014 : 18:23 : +0200

Fakten

Veranstaltungsort: Burghofbühne, Wasserburg Bad Vilbel
Premiere: 10. Juni 2009
Aufführungstermine: JUNI: 9. (Voraufführung) / 10. / 11. / 12. / 20. / 21.
JULI: 4. / 5. / 6. / 7. / 8. / 22. / 23. / 24. / 25. / 26.
AUGUST: 12. / 13. / 14. / 15. / 16.
SEPTEMBER: 3. / 4. / 5. / 6.
Vorstellungsbeginn: Di - Sa um 20:15 Uhr
So um 18:15 Uhr
Zusatzveranstaltungen: Einführungsgespräch - Basisinformationen zum Stück
wann? - JUNI: 11. / 20. / 21. - JULI: 6. / 22. / 23. / 26. - AUGUST: 12. / 14. - SEPTEMBER: 03.
Beginn 19:00 Uhr
Ausnahme 26.07. um 17:00 Uhr
wo? - Alte Mühle

Kurzzusammenfassung

Das Musical spielt Ende der 1920er/Anfang der 1930er Jahre. Der junge amerikanische Schriftsteller Clifford Bradshaw - auf der Suche nach einem neuen Romanthema - trifft auf seiner Reise nach Berlin den Nationalsozialisten Ernst Ludwig. Dieser möchte Bradshaw anwerben, Devisen für ihn und die NSDAP zu schmuggeln. Er empfiehlt ihm die Pension von Fräulein Schneider als Wohnsitz und den Kit-Kat-Club für sein Amüsement.

Bereits an seinem ersten Abend in dem berüchtigten Etablissement wird Clifford Bradshaw Zeuge, wie der zwielichtige Conférencier die Attraktion des Telefon-Animierclubs ankündigt: Miss Sally Bowles. Als Sally Bowles den jungen Amerikaner kennenlernt, entwickelt sie gegen ihre Vernunft und ihre Lebensplanung Gefühle für Cliff. Dem Besitzer des Kit-Kat-Clubs missfällt ihre Favorisierung des amerikanischen Gastes, worauf sie auf der Straße landet. In ihrer Not zieht Sally zu Cliff in die Pension. Beide erleben, wie der schüchterne jüdische Obsthändler Herr Schultz dem resoluten Fräulein Schneider den Hof macht und von ihr erhört wird.

Als Sally Bowles ein Kind von Clifford Bradshaw erwartet, will er sie heiraten. Doch beide haben kein Geld. Sally fordert Cliff auf, das Angebot des nationalsozialistischen Hausfreundes anzunehmen. Cliff soll Devisen von Paris nach Berlin schmuggeln. Er zögert...da wirft der Nationalsozialismus seine Schatten voraus: Ernst Ludwig hält Fräulein Schneider davon ab, den Juden Herrn Schultz zu heiraten. Die Verlobungsfeier ist schon im Gange, als sie abprupt abgebrochen wird.

Clifford Bradshaw will nicht länger in dieser erschreckenden Stadt bleiben. Er geht wie selbstverständlich davon aus, dass Sally Bowles mit ihm und ihrem Kind in die Vereinigten Staaten zieht. Doch Sally Bowles will die Veränderungen um sie herum nicht wahr haben, sie klammert sich immer noch an die Hoffnung, auf eine große Karriere als Show-Girl. Um die Abtreibung ihres Kindes zu bezahlen, verkauft sie ihren Mantel, ohne darüber mit Cliff  zu sprechen.

Die Nationalsozialisten kommen an die Macht und beginnen, Einfluss auf den Alltag zu nehmen. Die Scheiben des Obstladens von Herrn Schultz werden eingeschlagen. Wenn der Conférencier auch zynische Witze macht - Cliff Bradshaw verlässt schließlich Berlin, nachdem er ein letztes Mal vergebens versucht hat, Sally zu überzeugen, mit ihm zu gehen.

Historie

  • Grundlage: Schauspiel 'I Am a Camera' (1951) von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood adaptiert, vor allem 'Goodbye to Berlin' (1939). Der ursprüngliche Titel von 'Caberet' lautete in Anlehnung an Isherwood: 'Welcome to Berlin'
  • 20. November 1966: Welturaufführung des Musicals 'Cabaret' im Broadhurst Theatre am Broadway, New York (USA): Jill Haworth in der Rolle von 'Sally Bowles'
  • 1967: Original Cast Album
  • 1967: Tony Award für 'Bestes Musical', 'Beste Komponist and Texter', 'Bühnen-Design', 'Kostüm-Design', 'Choroegraphie'. Auch die Revivals in New York und am Westend erhielten Preise:
  • 28. Februar 1968: Premiere am Westend im Palace Theatre, London (UK): Judi Dench in der Rolle der 'Sally Bowles'
  • 14. November 1970: Deutschsprachige Uraufführung im Theater an der Wien, Wien (A)
  • 1972: Verfilmung durch Bob Fosse mit Liza Minelli in der Rolle der 'Sally Bowles'
  • Januar 1976: DDR-Erstaufführung
  • 1986: Französische Tourproduktion mit Ute Lemper als 'Sally Bowles'
  • 1986: Deutsche Erstaufführung am Theater des Westens in einer Inszenierung von Helmut Baumann und Jürg Burths mit Helen Schneider als 'Sally Bowles'; es folgten Aufführungen am Zürcher Schauspielhaus (CH) und 1988 am Münchner Gärtnerplatztheater
  • 1987: New York Revival am Imperial Theatre (USA)
  • 3. Dezember 1999 / 2000: Capitol Theater Düsseldorf mit Anna Montanaro als 'Sally Bowles'
  • 1999: Studio Cast-Album mit Maria Friedman als 'Sally Bowles'
  • 23. Oktober 2004: Premiere im permanenten Spiegelzelt der Berliner 'Bar jeder Vernunft', nachfolgend in Koproduktion mit den Wiener Festwochen; die Rolle der Sally Bowles spielten u.a Anna Loos-Liefers, Katharine Mehrling und Sophie Berner
  • 2005: Premiere bei den Burgfestspielen in Jagsthausen unter der Regie von Helga Wolf
  • Februar - Juli 2006: Premiere am Koninklijk Theater Carré in Amsterdam (NL): Pia Douwes in der Rolle der 'Sally Bowles'
  • Oktober 2008: Premiere in Süd-Afrika in einer besonderen Adaption für das dortige Publikum
  • 2008: Tour durch United Kingdom
  • 2008/2009: Premiere im Nostalgietent Dresden mit Nicola Ruf als 'Sally Bowles'
  • 14. Mai 2009: Premiere im Theater Bozen unter der Regie von Paul Kribbe und James de Groot (I)
  • 10. Juni 2009: Premiere bei den Burgfestspielen Bad Vilbel unter der Regie von Egon Baumgarten
  • 15. Juli 2010: Premiere der Produktion der 'Bar jeder Vernunft' im TIPI am Kanzleramt mit Sophie Berner als 'Sally Bowles'

Kreative

MUSIK: John Kander REGIE: Egon Baumgarten
LIEDTEXTE: Fred Ebb CHOREOGRAPHIE: Mecki Fiedler
BUCH: Joe Masteroff MUSIKALISCHE LEITUNG: Thomas Lorey
FASSUNG: Chris Walker AUSSTATTUNG: Thomas Pekny
DEUTSCHE ÜBERSETZUNG: Robert Gilbert    

Besetzung der Hauptrollen

SALLY BOWLES Britta Balzer
CLIFFORD BRADSHAW Alan Hodzovic
CONFÉRENCIER Matthias Pagani
FRL. SCHNEIDER Marina Edelhagen
HERR SCHULTZ Michael Hiller

Cast

BALZER, Britta SALLY BOWLES
BOGDANIS, Natalya Cover SALLY BOWLES
Girl
Ensemble
COORS, Sebastian Matrose
Ensemble
EDELHAGEN, Marina FRÄULEIN SCHNEIDER
GÜTLING, Nicole Girl
Gorilla
Ensemble
HILLER, Michael HERR SCHULZ
HODZOVIC, Alan CLIFFORD BRADSHAW
HÜSING, Mareike Girl
Ensemble
KLOSS, Manja Girl
Ensemble
LUDWIG, Tim Matrose
Ensemble
PAGANI, Matthias CONFÉRENCIER
SCHWEINS, Thomas ERNST LUDWIG
STAUDINGER, Sissy FRÄULEIN KOST

Musiktitel

AKT 1 AKT 2
WILLKOMMEN
(Conférencier, Kit-Kats)
ENTR' ACTE (instrumental)
NA UND?
(Fräulein Schneider)
HEIRAT Reprise
(Herr Schultz)
MAMA
(Sally Bowles, Girls)
SÄH'T IHR SIE MIT MEINEN AUGEN
(Conférencier)
MEIN HERR
(Sally, Girls)
NICHTS BERÜHRT MICH
(Conférencier)
TELEFON
(Girls, Kit-Kats)
WIE GEHT'S WEITER
(Fräulein Schneider)
EINMALIG HIMMLISCH
(Sally, Cliff)
CABARET
(Sally)
TWO LADIES
(Conférencier, Helga, Bobby)
FINALE
(alle)
NICHTS WÄRE MIR SO LIEB
(Fräulein Schneider, Herr Schultz)
 
DER MORGIGE TAG IST MEIN
(Fräulein Kost, Ernst Ludwig, Ensemble)
 
WARUM SOLLTE ICH AUFSTEHEN?
(Cliff)
 
MAYBE THIS TIME
(Sally Bowles)
*aus dem Film ins Musical übernommen,
gehört zur Fassung von Chris Walker
 
MONEY
(Conférencier, Kit-Kats)
*aus dem Film ins Musical übernommen,
gehört zur Fassung von Chris Walker
 
HEIRAT
(Fräulein Schneider, Herr Schultz, Fräulein Kost)
 
MEESKITE
(Herr Schultz)
 
NICHTS WÄRE MIR SO LIEB Reprise
(Fräulein Schneider, Herr Schultz)